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Das JURECA-Cluster ist tot, es lebe JURECA!

Parallel zum laufenden Einbau des JUWELS-Boosters bereitet JSC aktiv die nächste größere Systemaktualisierung vor. Im November 2020 wird der JURECA-Cluster fünf Jahre erfolgreichen Betriebs erreicht haben und muss erneuert werden. Zu diesem Zweck wird das Cluster-Modul des modularen Supercomputers JURECA, bestehend aus dem Cluster-Modul sowie dem 2017 installierten Booster-Modul, durch das neue "datenzentrische" JURECA-DC-Modul ersetzt.

Das JURECA DC-Modul wird von Atos geliefert und basiert auf der Sequana-XH2000-Technologie, die auch im JUWELS-Booster verwendet wird. Das Modul wird aus insgesamt 768 Rechenknoten bestehen, die alle mit zwei AMD-EPYC-Rome-CPUs mit 64 Kernen und mindestens 512 GB Hauptspeicher ausgestattet sind. 96 der Knoten sind mit 1 TB Hauptspeicher ausgestattet. Ein Viertel der Compute-Partition, insgesamt 192 Knoten, sind mit vier NVIDIA-A100-GPUs ausgestattet. Das System verwendet einen HDR100/HDR InfiniBand Interconnect mit einer skalierbaren DragonFly+-Topologie. Im Vergleich zum Vorgängermodell wurden alle wichtigen Systemleistungsindikatoren erhöht. Die Anzahl der Nodes des Systems wurde um den Faktor 4, die Gesamtspeicherkapazität um 1,6 und die Spitzenleistung um ca. 7,8 erhöht; letzteres insbesondere aufgrund der größeren Anzahl von GPU-Knoten.

Wie sein Vorgänger wird JURECA-DC eng mit dem JURECA-Booster verbunden sein, wodurch die gleichzeitige Nutzung aller Ressourcen innerhalb von Arbeitsabläufen sowie die gleiche parallele MPI-Anwendung ermöglicht wird.

Während JURECA-DC für aktuelle JURECA-Workloads erhebliche Beschleunigungen bieten wird, ermöglichen mehrere innovative Funktionen eine effizientere Ausführung datenintensiver Arbeitslasten. Insbesondere wird das JURECA-DC-Modul ein neuartiges systemintegriertes NVM enthalten - zusätzlich zum Zugriff mit hoher Bandbreite auf die JUST-Speicherschichten.

Das JURECA-DC-System wird in zwei Phasen aufgebaut. Die erste Phase wird ab Anfang Dezember verfügbar sein und soll 384 CPU- und 96 GPU-Rechenknoten bereitstellen. Die zweite Phase wird im ersten Quartal 2021 einsatzbereit sein.

Das JURECA-DC-Modul wurde im Rahmen des PPI4HPC-Projekts beschafft, das von der Europäischen Kommission durch einen gemeinsamen Beschaffungsprozess zusammen mit drei europäischen Partnerzentren kofinanziert wurde: BSC in Spanien, GENCI/CEA in Frankreich und CINECA in Italien. Alle vier teilnehmenden Standorte beschafften innovative HPC-Lösungen für lokale und europäische Nutzer.

Die Rechenzeit auf JURECA-DC wird den Forschenden des Forschungszentrums Jülich und der RWTH Aachen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird ein Teil der Rechenzeit für europäische Wissenschaftler nutzbar sein.

Ansprechpartner: Dr. Dorian Krause, d.krause@fz-juelich.de

aus JSC News No. 274, 30. Juli 2020


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