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Europas schnellster Supercomputer geht am JSC in Betrieb

Nach mehr als zwei Jahren umfangreicher Vorbereitungs-, Co-Design- und Implementierungsarbeiten hat das JSC - zusammen mit seinen Projektpartnern Atos, ParTec und NVIDIA (einschließlich Mellanox Technologies, ehemals Mellanox) - auf der Supercomputing-Konferenz 2020 stolz das JUWELS-Booster-Modul vorgestellt. Das neue Supercomputer-Modul, das eng mit dem 2018 installierten Cluster-System gekoppelt ist und damit dem modularen Supercomputing-Paradigma von JSC folgt, macht seinem Namen alle Ehre und hat JUWELS zu neuen Höhenflügen verholfen.

Der JUWELS Booster, der eine Spitzenleistung von 73 PF/s in doppelter Genauigkeit bietet, ist nun der schnellste europäische Supercomputer und der siebtschnellste Supercomputer weltweit laut Top500-Ranking. Mit dem 5. Platz auf der HPCG-Liste und mit einer Leistung von 110 multi-precision PF/s auf dem neuen HPL-AI-Benchmark ist das System ideal geeignet für eine breite Palette von wissenschaftlichen Anwendungen, einschließlich künstlicher Intelligenz und Deep Learning Workloads. Mit einem Gigaflop-pro-Watt-Verhältnis von mehr als 25 belegt der JUWELS-Booster Platz 3 auf der Green500-Liste und ist der energieeffizienteste Supercomputer unter den Top 100 Supercomputern weltweit. Der Erfolg der Co-Design-Bemühungen, die es JSC und seinen Partnern ermöglicht haben, die energieeffizientesten Prozessortechnologien mit einem hocheffektiven System-Packaging und einem direkten Flüssigkühlungsdesign in einem ausgewogenen System zu koppeln, unterstreicht auch die Position von JUWELS als Architekturprototyp für ein zukünftiges europäisches Exascale-System in den kommenden Jahren.

Während der Installationsphase arbeitete JSC mit einer Reihe von Early-Access-Benutzern zusammen, die in der Lage waren, Codes frühzeitig auf die neue Architektur zu portieren und wertvolles Feedback über die Fähigkeiten des Systems zu geben. Sie unterstützten auch die Optimierungs- und Problemlösungsbemühungen. Seit dem 23. November ist der JUWELS Booster offiziell in Betrieb und JSC optimiert das System weiterhin gemeinsam mit den Nutzern.

Der modulare Supercomputer JUWELS wird vom JSC als Mitglied des Gauss Centre for Supercomputing betrieben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Informationen zur technischen Spezifikation finden Sie unter https://fz-juelich.de/ias/jsc/juwels.

Ansprechpartner: Damian Alvarez, d.alvarez@fz-juelich.de,
Benedikt von St. Vieth, b.von.st.vieth@fz-juelich.de

aus JSC News No. 277, 9. Dezember 2020


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