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NIC-Exzellenzprojekt April 2021

Die NIC-Rechenzeitkommission vergibt regelmäßig den Titel "NIC-Exzellenzprojekt" an herausragende Simulationsprojekte. Auf seiner April-Sitzung beschloss das Gremium, Prof. Szabolcs Borsanyi (Bergische Universität Wuppertal) für seine Arbeiten zur Bestimmung der starken Wechselwirkung aus dem Standardmodell der Teilchenphysik und seinen besonderen Fokus auf die Bestimmung des magnetischen Moments des Myons zu ehren.

Das Standardmodell der Teilchenphysik beschreibt alle bekannten Elementarteilchen und deren Wechselwirkung. Mit diesem Modell wurde beispielsweise die Existenz des Higgs-Bosons erfolgreich vorhergesagt - eine Leistung, die 2013 mit dem Nobelpreis für Physik gewürdigt wurde. Dennoch kommt es immer wieder zu Diskrepanzen zwischen Theorie und Experiment, zum Beispiel bei der Bestimmung des magnetischen Moments des Myons. Die Arbeit von Prof. Borsanyi et al. (DOI: 10.1038/s41586-021-03418-1) konnte diese Diskrepanz auflösen, indem sie die Wechselwirkung der beteiligten Teilchen ausschließlich mit Hilfe des Standardmodells und ohne Verwendung experimenteller Daten berechnete. Ein großer Teil der Berechnungen wurde auf den Supercomputern des Forschungszentrums Jülich durchgeführt.

Darüber hinaus würdigt das NIC die Arbeiten zur Berechnung von Schwerionenexperimenten mit Hilfe des Standardmodells. Hier sind extreme physikalische Bedingungen zu berücksichtigen sowie die hohen Anforderungen an Theorie und Experiment. Weitere Details finden Sie unter http://www.john-von-neumann-institut.de/nic/borsanyi.

Ansprechpartner: Dr. Alexander Trautmann, coordination-office@fz-juelich.de

aus JSC News No. 282, 27. Jul. 2021


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